Mit Robert Ebner bei der WM und Backstage bei TV total

Hinter Robert Ebner liegen ereignisreiche Tage. Eine knappe Woche nach seinem Start bei der Weltmeisterschaft in Irland am 24. September war der Deutsche Meister zu Gast in Stefan Raabs Fernsehshow TV total. Wir haben Robert Ebner nicht nur zur WM auf die grüne Insel begleitet, sondern auch seinen TV-Auftritt für einen Blick hinter die Kulissen genutzt.

Mit Axt und Säge ab ins Flugzeug – während sich normale Touristen vor einem Irlandflug überlegen, wie Taschenmesser und Nagelschere zu verstauen sind, plagen einen Deutschen Meister der STIHL® TIMBERSPORTS SERIES® auf dem Weg zur WM ganz andere Sorgen. Begleitet von seinem Sportskameraden Matthias Weiner und dem Physiotherapeuten Marco Bergmann beginnt das Abenteuer Irland für Robert Ebner am Frankfurter Flughafen. Besonders die zwei Meter lange Zugsäge sorgt beim Check-in für einiges Aufsehen. „Meine Äxte habe ich im Koffer verstaut, die sind kein Problem. Aber die Single Buck muss ich wohl als Sperrgepäck aufgeben“, erfährt Robert am Schalter. Eigentlich wollte er auch eine eigene Hot Saw mit nach Irland nehmen, doch die in den USA bestellte Säge wurde nicht rechtzeitig geliefert.


Robert beim Check-in am Frankfurter Flughafen.

Vom Dublin Airport geht es für den Deutschen Meister direkt weiter zum Wettkampfort nahe Kilkenny. Hier findet – im Rahmen der größten Landwirtschaftsmesse Irlands – am Vortag der WM die nationale irische STIHL® TIMBERSPORTS® Meisterschaft statt. Den Wettbewerb entscheidet Eamon Burke für sich und schafft damit als letzter von 15 Teilnehmern die Qualifikation für die Weltmeisterschaft am nächsten Tag. Zu den Gratulanten gehört auch der irische Ministerpräsident Brian Cowen, der allseits mit seinem gälischen Namen „The Taoiseach“ begrüßt wird. Er stattet den Sportholzfällern überraschend einen Besuch ab und freut sich über die Erfolge des jungen Teams.


Irlands Ministerpräsident Brian Cowen begrüßt die irischen Sportler.

Staatsmännisch ist auch der Empfang am Morgen des Wettkampftages. Vor dem Hotel wartet eine Polizeieskorte auf die Sportler, um sie auf schnellstem Wege durch den dichten Messeverkehr auf engen, schmalen Straßen zum Veranstaltungsgelände zu schleusen. Vor dem Veranstaltungsbeginn steht für die Sportler erst einmal die Holz-Auslosung und Vorbereitung der Blöcke auf dem Programm. Anschließend wärmt sich Robert Ebner zusammen mit seinem Physiotherapeuten Marco Bergmann auf. Und dann ist es soweit: Mit der deutschen Fahne in der Hand läuft Robert Ebner bei der Eröffnungsfeier auf die Bühne. „Heute morgen war ich schon ziemlich angespannt, aber jetzt überwiegt die Vorfreude“, erzählt Robert kurz vor Beginn des Wettkampfs.


Mit Physiotherapeut Marco Bergmann bereitet sich Robert auf den Wettkampf vor.

Die erste Disziplin, das Springboard, läuft für Robert Ebner nicht ganz reibungslos. „Ich hatte leider etwas Pech, weil in meinem Block gleich drei Äste eingewachsen waren. Das war von außen nicht zu erkennen und hat mich viel Zeit gekostet. Holz ist ein Naturprodukt, das kann jedem Sportler mal passieren“, so der Unterfranke nach dem ersten von sechs Wettbewerben. Doch angefeuert von seinem Fanclub, der eigens nach Irland angereist ist, läuft es für Robert Ebner in den folgenden Disziplinen immer besser. Durch starke Leistungen mit der STIHL Stock Saw, beim Standing Block Chop, der Single Buck und beim Underhand Chop schiebt sich der Unterfranke vom achten Rang vor bis auf Platz 4.


Bei der Single Buck wird der Deutsche Meister von seinem Sportskameraden Matthias Weiner unterstützt.

Vor der sechsten und abschließenden Disziplin, der Hot Saw, liegt er nur einen Punkt hinter dem drittplatzierten US-Amerikaner Carson Bosworth. Der Australier Dale Ryan auf Platz 2 hat fünf Punkte Vorsprung. „Ich werde alles versuchen, um auf das Treppchen zu kommen und werde beim Schneiden ein hohes Risiko eingehen“, kündigt der 23-Jährige vor dem Gang auf die Wettkampfbühne an. Mit 7,27 Sekunden erzielt er eine hervorragende Zeit, doch anstatt zu jubeln geht sein gespannter Blick zum Schiedsrichter. Dieser untersucht sorgfältig die Schnittkante und stellt fest, dass Robert die Linie, die den zulässigen Bereich kennzeichnet, hauchdünn überschnitten hat. Die Folge: Robert Ebner wird bei der Hot Saw disqualifiziert, der Sprung auf das Treppchen ist verpasst. Doch auch bei den anderen Sportlern geht nicht alles glatt. Dale Ryan handelt sich ebenfalls eine Disqualifikation ein, Carson Bosworth und der Kanadier Bill Bischoff benötigen mehrere Versuche, um ihre Hot Saw in Gang zu bringen. Am Ende des turbulenten Wettkampfs erreicht Robert Ebner den fünften Platz.


Seine Fans sind Robert bis nach Irland gefolgt.

„Bei der Hot Saw haben mir zwei Millimeter gefehlt. Das war schon sehr ärgerlich! Mit meiner Zeit wäre ansonsten sogar die Silbermedaille möglich gewesen. Das muss ich erstmal sacken lassen.“ Dennoch zieht der amtierende Deutsche Meister ein positives Fazit: „Insgesamt bin ich mit dem Wettkampf und der Platzierung zufrieden. Nach der Enttäuschung bei der Europameisterschaft war es heute für mich sehr wichtig zu zeigen, dass ich es kann.“ Anschließend gratuliert Robert dem neuen und alten Weltmeister David Bolstad. Der Neuseeländer verteidigt mit Siegen in allen sechs Disziplinen eindrucksvoll seinen Titel und setzt damit einen Rekord. Abends feiern die Sportholzfäller dann gemeinsam in einem Pub das gelungene Saisonfinale.


Der WM-Fünfte bei seiner Rückkehr nach Deutschland.

Am nächsten Tag steht für Robert und sein Team der Rückflug nach Deutschland an. Dass das Flugzeug erst mit drei Stunden Verspätung startet, liegt nicht etwa an Roberts Spezialgepäck, sondern an einer technischen Störung. „Natürlich ist es mein Traum, auch im nächsten Jahr bei der Weltmeisterschaft an den Start zu gehen“, schaut der 23-Jährige nach vorne. „Bei der nächsten Reise ist dann hoffentlich auch meine eigene Hot Saw mit dabei.“


Backstage bei TV total

Nur ein paar Tage später steht Robert Ebner erneut im Rampenlicht. Auf Einladung von Stefan Raab ist er zu Gast in der Fernsehshow TV total. Den Weg zum TV-Studio in Köln kennt er schon von einem Besuch im April. Damals war er zu Gast bei der Show „Schlag den Raab“, bei der er Stefan Raab und dessen Herausforderer in die Disziplin Single Buck einwies und beim Wettkampf als Schiedsrichter auftrat.


Vor den Proben wird die Halterung für den Holzstamm verankert.

Dieses Mal wird Robert selbst aktiv. Beim Springboard möchte er dem Studio-Publikum und den TV-Zuschauern sein Können zeigen. Nach dem Aufbau und zwei erfolgreichen Proben geht es für Robert in die Maske.


Bei der Probe nimmt Robert auf der berühmten Couch Platz.

Dann beginnt das Warten auf seinen Auftritt. „Das Rumsitzen ist schon ziemlich anstrengend. Man macht sich viele Gedanken und dann kommt Nervosität auf“, erklärt er in der Garderobe und gewährt damit einen Einblick in sein Innenleben. „Die Anspannung ist mit einem Wettkampf nicht zu vergleichen, denn da weiß ich schon vorher, was mich erwartet.“ Vor dem Auftritt schaut Stefan Raab noch vorbei. Nach einem freundschaftlichen Händeschütteln wünscht der Moderator Robert viel Glück für die Show.


Vor dem Auftritt geht es für den Deutschen Meister in die Maske.

Auf einem Fernseher verfolgt der Unterfranke den Beginn der Show. Wenig später ist es soweit: Er wird selbst auf die Bühne gerufen. Unter großem Applaus des Publikums betritt der 23-Jährige das Studio. „Als ich die Treppe runter gegangen bin, hatte ich schon ziemliches Herzrasen“, erzählt Robert später. Doch von außen sieht man ihm die Nervosität nicht an.


Robert demonstriert Stefan Raab die Schärfe seines "Hackebeilchens".

Im Gespräch auf der Couch fragt Stefan Raab den Deutschen Meister der STIHL® TIMBERSPORTS® SERIES beeindruckt nach dessen „Hackebeilchen“. Kurzerhand rasiert Robert dem Gastgeber mit der Wettkampfaxt ein paar Haare vom Unterarm. Anschließend erzählt der 23-Jährige von seinen Erlebnissen bei der Weltmeisterschaft in Irland und stellt die einzelnen STIHL® TIMBERSPORTS® Disziplinen vor.


Beim Springboard zeigt Robert sein großes Können mit der Axt.

Dann geht es für Robert an den Springboard-Log, den Marterpfahl, wie Stefan Raab den Holzstamm tauft. Schnell schlägt Robert zwei Kerben in den Stamm und steigt auf das obere Springboard. Dort durchtrennt er mit kraftvollen und präzisen Schlägen den auf der Spitze angebrachten Block. Das Publikum jubelt. „Das war’s mit der Pappel“, kommentiert der Gastgeber die souveräne Leistung. Bevor sich Robert aus dem Studio verabschiedet, wünscht Stefan Raab ihm noch viel Glück und Erfolg für die nächste Saison.


Stefan Raab testet den Halt des Springboards.

„Die Show ist super gelaufen“, freut sich Robert hinter der Bühne über seinen gelungenen Auftritt. Dann ist er in den VIP-Bereich eingeladen, wo er nach der Sendung Stefan Raab und die anderen Gästen trifft, darunter der Bestsellerautor Heinz Strunk und Sänger Jason Mraz. Später fährt Robert erschöpft ins Hotel. „Im Moment sind die Tage ganz schön stressig“, so der 23-Jährige. „Aber vor der Kamera zu stehen, ist immer wieder spannend und macht mir Spaß.“ Am nächsten Tag geht es wieder früh auf die Heimreise nach Unterfranken. Dort heißt es erneut Koffer packen, denn am Tag darauf steht für Robert ein weiterer TV-Dreh auf dem Münchner Oktoberfest an.


Seine Äxte und Sägen transportiert Robert mit dem Team-Auto.