Die Trainer

Die Trainer

 

Phillip Vielwerth (Stützpunktleiter),

Jan Schmidt (Techniker/Trainer Motorsägendisziplinen)  

 

 Die STIHL TIMBERSPORTS® Series fasziniert regelmäßig zehntausende Zuschauer live und bei TV-Übertragungen. Wer aber nicht nur den Sportlern bei den Wettkämpfen zujubeln möchte, kann auf dem deutschen Stützpunkt in Mellrichstadt in der Rhön bei einem Probetraining sein eigenes Talent an Axt und Säge testen.

Doch was erwartet die Teilnehmer hier? Wir sprachen mit Stützpunktleiter Phillip Vielwerth und Techniker Jan Schmidt über die Anforderungen beim Training und das Erlebnis Sportholzfällen.

Was erwartet die Teilnehmer eines Probetrainings?
Phillip Vielwerth:
Sportholzfällen ist echter Extremsport. Auf unserem Stützpunkt werden die Teilnehmer daher unter Aufsicht von geschulten Trainern an drei Disziplinen herangeführt. Sie lernen den Umgang mit dem Werkzeug, welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind und dann können sie richtig die Späne fliegen lassen. Die meisten merken recht schnell, dass körperliche Fitness und Technik eine große Rolle spielen und dass sich so ein Holzblock nicht von alleine durchhackt. Natürlich steht dabei immer der Spaß am Sport im Vordergrund.

Jan Schmidt: Beim „Underhand Chop" gilt es, einen liegenden Holzblock mit der Axt zu zerteilen. Und das, während man darauf steht! Hier geht es darum, sich mit der extrem scharfen Axt vertraut zu machen und die grundlegende Technik zu lernen. Die zwei Meter lange Zugsäge „Single Buck" sieht am Anfang leicht zu handhaben aus, erfordert aber eine Menge Kraft, Ausdauer und nicht zuletzt auch ein gewisses Feingefühl. Bei der „Stock Saw" schließlich kommt geballte Motorenkraft zum Einsatz – in einer STIHL MS 660.

Wie seid ihr zum Sportholzfällen gekommen?
PV:
Ich bin seit über 30 Jahren selbständig in der Forstwirtschaft tätig. Das Sportholzfällen kannte ich aus dem Fernsehen und fand es schon immer faszinierend. Als die STIHL TIMBERSPORTS® Series dann 2001 nach Deutschland kam bin ich direkt mit eingestiegen und war bis 2004 als Sportler aktiv. Ich bin sozusagen von Beginn an dabei.

JS: Beruflich habe ich als Mitarbeiter eines STIHL Händlers bereits seit 1999 mit der Marke zu tun, von 2006 bis 2007 war ich auch selbst aktiver Sportler. Zu der Serie kam ich damals über eine Talentsichtung, bei der ich als einer der besten drei von über 30 Teilnehmern abschnitt.

Wie seid ihr jetzt noch mit der Serie verbunden?
PV:
Das ging damals Hand in Hand – nach meiner aktiven Zeit als Sportler bin ich direkt Mitglied der Bühnencrew geworden und habe dann auch meine Trainerlizenz erworben. Heute bin ich als Leiter der Bühnencrew bei allen Shows und Wettkämpfen in Deutschland dabei, auf internationalen Turnieren betreue ich als Teamcaptain unsere deutschen Sportler vor Ort. Zur Nachwuchsförderung und um allen Sportlern jederzeit perfekte Trainingsbedingungen zu gewährleisten haben wir den Stützpunkt gegründet, den ich als Leiter betreue.  Hier sind regelmäßig international bekannte Sportler als Trainer dabei, das ist immer ein toller Austausch zwischen den Athleten. Gleichzeitig bin ich auch für das gesamte Trainings- und Wettkampfholz verantwortlich, vom Fällen der Pappeln bis zum fertig abgedrehten Block.

JS: Seit 2008 bin ich als Techniker und seit 2009 auch europaweit als Trainer der Motorsägendisziplinen tätig. Bei den verschiedenen Trainings am Stützpunkt und auf den Wettkämpfen kümmere ich mich um die Stock Saws und Hot Saws und sorge dafür, dass den Sportlern jederzeit perfektes Equipment zur Verfügung steht. Gerade bei den „heißen Sägen" ist das Feintuning das A und O.

Wie lange braucht man, um in der Serie ganz an die Spitze zu kommen?
PV:
Um ganz vorne mitzuspielen muss man wie in jedem anderen Sport auch viel Zeit und Mühe investieren. Und genau das macht auch die Herausforderung aus. Heute gibt es bei uns einige junge Sportler mit großem Potential und die vorderen Plätze sind hart umkämpft. Wer ambitioniert an die Sache herangeht kann nach einem Jahr Training seine erste Saison als Rookie bestreiten und danach bereits voll in die Serie einsteigen. Hier hat sich die Serie in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, das Niveau in Deutschland steigt kontinuierlich. Die beiden besten deutschen Athleten sind ein perfektes Beispiel. Robert Ebner und Dirk Braun sind mit großer Hingabe dabei und trainieren regelmäßig und intensiv. Sie konnten beide bereits einige nationale und internationale Titel erringen und wissen, worauf es ankommt.

JS: Neben körperlicher Fitness und dem Techniktraining ist es auch sehr wichtig, das Material gut zu kennen. Jede Axt ist anders und jedes Holz stellt andere Anforderungen. Man eignet sich das mit der Zeit automatisch an, wenn man intensiv trainiert. Beim Wettkampf kommt es auf Sekundenbruchteile an, da kann dieses Wissen den entscheidenden Vorteil bringen.